Kindersprechstunde

Damit Kinder keine Angst vor Arztbesuchen entwickeln, ist es wichtig, sie in einer ruhigen Umgebung geduldig auf die Untersuchung vorzubereiten und sie besonders sensibel zu behandeln. Auch die Haut von Kindern stellt andere Ansprüche an die Diagnostik und Therapie als jene von Erwachsenen – nicht nur weil sie feiner und zarter ist, sondern auch, weil sich Hauterkrankungen im Kindesalter anders zeigen.

Wir gehen feinfühlig auf Kinderbedürfnisse ein und decken das gesamte Spektrum der Kinderdermatologie ab: von der Diagnostik und Behandlung sämtlicher Erkrankungen über Muttermalkontrollen bis hin zur Beratung in Sachen Pflege und Sonnenschutz. Im Folgenden eine kleine Auswahl von Kinderhautkrankheiten, die wir behandeln:

Neurodermitis

Das atopische Ekzem tritt in den meisten Fällen im Kindesalter auf. Der quälende Juckreiz raubt den kleinen Patienten oft den Schlaf, was für die ganze Familie eine grosse Belastung darstellt. Für Neurodermitis verantwortlich ist die Atopie, eine vererbte Veranlagung, die auch Asthma oder Heuschnupfen hervorrufen kann. Wir können Atopie deshalb nicht heilen, ihre Auswirkungen auf die Haut jedoch soweit in Schach halten, dass den Betroffenen eine gute Lebensqualität erhalten bleibt. Ein Patentrezept gibt es nicht. Mit individuell abgestimmten Massnahmen lässt sich der Juckreiz aber in den meisten Fällen lindern, und die Haut kann regenerieren. 

Warzen

An den Füssen treten sie  in der Regel als Mosaik- oder Dornwarzen, an den Händen als Stachelwarzen auf. Fast jedes Kind erkrankt einmal an einer dieser gutartigen Geschwülste. Warzen werden bei Hautkontakt über kleinste Verletzungen übertragen. Sie halten sich oft hartnäckig, weshalb es Wochen oder sogar Monate dauern kann, bis sie vollständig ausheilen. Zur Behandlung eignen sich je nach Art antivirale Lösungen zum Auftragen, Vereisung oder eine medikamentöse Lokalbehandlung mit einer Injektion. Das Gerücht, dass vor allem das Vereisen mit starken Schmerzen verbunden ist, hält sich leider bis heute. Doch inzwischen gibt es Cremen, die zu einer lokalen Betäubung führen und die Methode zu einer schmerzarmen Möglichkeit der Warzenbekämpfung machen.

Hämangiome (Frühkindlicher Blutschwamm)

Blutschwämme sind gutartige Geschwülste, die sich in den meisten Fällen bereits bei der Geburt zeigen. Ein Neugeborenes von ca. 200 ist davon betroffen. Über 70 Prozent der Blutschwämme bilden sich bis zum siebten Lebensjahr fast vollständig zurück. Dennoch sollte ein kapilläres Hämangiom möglichst früh behandelt werden, vor allem, wenn es im Gesicht, im Anal- oder Genitalbereich auftritt. Bei eher kleinen Hämangiomen zeigen Vereisungen gute Resultate. Seit Kurzem werden auch Betablocker in Salbenform erfolgreich eingesetzt. Chirurgische Interventionen kommen hingegen nur noch sehr selten zum Einsatz. Welche Behandlungsmethode für Ihr Baby die richtige ist, finden wir bei einer Untersuchung und im Gespräch gemeinsam heraus.